Block 6
Â
Â
Es werden die grössen afferenten Systeme, die früh in der Entwicklung des ZNS entstehen, besprochen und behandelt. Besonders in dem heutigen gesellschaftlichen zusammenleben ist dies im Bezug auf die Verarbeitung und Steuerung der Stressreize wichtig.
Â
Reizüberflutung von Körper und Geist sind an der Tagesordnung und zeigen sich in der Unfähigkeit zur Ruhe zu kommen, Erschüpfungszuständen und letztendlich Burn-out. Erst dann kann man von einer guten Entwicklung der kortikalen Gebiete sprechen.
Im Gehirn findet eine Integration von den Eindrücken aus der Umgebung (aussere Reize) und dem Erlebten, den innerlichen körperlichen Prozessen (innere Reize) statt. Diese Integration kann nur dann zustande kommen, wenn korrekte afferente Informationen zum Gehirn gesendet werden. Erst dann kann man von einer guten Entwicklung der kortikalen Gebiete sprechen.
Frank de Bakker konnte durch seine embryologischen, physiologischen und ontogenetischen Kenntnisse und Einsichten die Ansichten von Porges und Damasio integrieren und vertiefen. Er weist darauf hin, dass es erst dann ein Gleichgewicht gibt, wenn eine gute Entwicklung und ein guter Aufbau von Schädel und Rumpf gegeben sind.
Der Bewegungsverlust des Schädels hat zur Folge, dass das Gleichgewicht auf einem spezifischen Niveau gestört wird und die afferente und efferente Information sowie die Inhibition nicht kräftig genug entwickelt wird.Diese Ansichten bilden die Grundlage für die Erklärung vieler Verhaltens- und Lernstörungen.